Was lest ihr zur Zeit? |
Fairy Queen


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Liebe Heike, was für ein Schnäppchen!!!! Bitte unbedingt berichten, wie es dir gefällt- ich habe im Urlaub 6 Bücher gelesen aber den Dante für später aufgehoben, er passte nicht. Meien Empfehlungen kommen noch , ich hatte tolle Lese-Erlebnisse. Lieber AB, was sagst du denn zu Anna Karenina?????
Für mich war das ein Schlüsselerlebnis (vor langer zeit) und ist seither auf ienem der obersten Plätze meines Literatur-Olymps geblieben. Vor allem wegen Levin und seienr Welt aber auch wegen des grossen einfûhlungsvermögens mit dem Tolstoi an das Thema herangeht. ich musste in der Uni mal Effi Briest, Madame Bovary und Anna Karenina in einer Hausarbeit vergleichen. Das Genie Tolstois ist mir in diesem Vergleich ganz besonders deutlich geworden.
Krieg und Freiden fand ich persönlich schwieriger und langatmiger zu lesen, aber ebenfalls eine geniale studie der menschlichen Natur und der Geschichte. Das beste von Tolstoi ist allerdings "Der Tod des Ivan Ilytsch"- da sitzt man nach der Lektüre nur noch vollkommen erschlagen und mit offenem Mund da. die Russen sind in Sachen Kenntnis der menschlichen Tiefen und Abgründe für mich aber überhaupt die grössten Schriftsteller des 19.Jh.
F.Q.
__________________ Da es der Gesundheit förderlich ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein (Voltaire)
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08.08.2010 09:07 |
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ab

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Original von ab
Habe beschlosse, nun doch statt dessen Th. Manns Dr. Faustus mitzunehmen. |
Es war ein Fehler, gerade dieses Buch mitzunehmen: Ich habe es als ausnehmend matt empfunden. Die Ausführungen über Musik fand ich wenig erhellend, den Erzähler mit zunehmenden Maße immer unangenehmer und bis zur Widerwärtigkeit unsympathisch; vom Aufbau wenig zusammenhängend, die philosophischen Erörterungen flach; sprachlich öd; sein eigener Kunstanspruch, dass nur mehr Satire möglich sei, selbst nicht eingelöst, usw.usf.
[Ich hätte wohl lieber auch das im Urlaub von einem zum anderen immer weitergereichte Buch lesen sollte, das allgemeine Spannung hervorrief: Das Lügenhaus von Anne B. Ragde.]
Jetzt brauche ich zur Erholung vorzügliches und habe entdeckt, dass endlich im vergangenen Jahr ein Buch bei Sammlung Luchterhand wieder veröffentlicht worden ist, das ich schon seit bald 15 Jahren immer wieder und wieder verschenken wollten, und nicht nur an angehende Mediziner.
Ich habe es noch in einer alten DDR-Ausgabe bei Volk und Welt unter dem Titel Aufzeichungen eines jungen Arztes, deren Übersetzung von Thomas Reschke übernommen scheint.
Michail Bulgakow: Arztgeschichten
__________________ Gruß, ab
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(Rudolf Arnheim)
Dieser Beitrag wurde 6 mal editiert, zum letzten Mal von ab: 15.08.2010 22:43.
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15.08.2010 22:05 |
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Zefira

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Ein Nachtrag zu Dante: Dalis Zeichnungen dazu sind phantastisch (ich hatte das Glück, die Originale in Cadaques sehen zu können, und war begeistert), aber Gustave Dorés Stiche dazu sind auch nicht zu verachten! Ich habe mir mal eine Dante-Ausgabe mit Dorés Bildern gekauft - nie ganz gelesen, aber die Bilder unzählige Male angeguckt. (Übrigens tauchen sie auch oft in Genrefilmen auf, z.B. "Jacobs Ladder".)
Schönen Gruß von Zefira
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17.08.2010 23:59 |
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ab

Dabei seit: 10.09.2006
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| Zitat: |
Original von Zefira
Ein Nachtrag zu Dante: Dalis Zeichnungen dazu sind phantastisch (ich hatte das Glück, die Originale in Cadaques sehen zu können, und war begeistert), aber Gustave Dorés Stiche dazu sind auch nicht zu verachten! Ich habe mir mal eine Dante-Ausgabe mit Dorés Bildern gekauft - nie ganz gelesen, aber die Bilder unzählige Male angeguckt. (Übrigens tauchen sie auch oft in Genrefilmen auf, z.B. "Jacobs Ladder".)
Schönen Gruß von Zefira |
Welche gilt eigentlich als die beste Übersetzung ins Deutsche?
__________________ Gruß, ab
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(Rudolf Arnheim)
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18.08.2010 15:23 |
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Zefira

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Ich kann mich erinnern, dass damals, als ich meine Übersetzung kaufte, im gleichen Sinn nachgeforscht zu haben. Jetzt besitze ich die von Emil Gildemeister. Die hat dann wohl als die beste gegolten (ist auch mit einem sehr ausführlichen Kommentar versehen, der die Bezüge erläutert).
Wie es gegenwärtig aussieht, weiß ich nicht. Es gibt wohl auch recht achtbare Übertragungen in Prosaform.
Gruß von Zefira
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18.08.2010 15:43 |
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Fairy Queen


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Die neue Dante-Übersetzung in Prosa, die gerade bei Reclam erscheint und mit sehr ausgiebigen Kommentaren versehen ist,ist vorzüglich. Leider gibt es bisher erst Band 1 "Inferno". Der Übersetzer Horst Köhler ist aber fleissig bei der Arbeit und Purgatorio sowie Paradiso werden in den kommenden Jahren nachgeliefert.
Ich finde dieses Projekt ausgezeichnet, denn gerade für Dante-Einsteiger ist eine Vers-Übersetzung oft in so befremdlicher Sprache verfasst, dass man gleiuch abgeschreckt ist und nciht mehr weiterliest. ausserdem sind all die Anspielungen kaum zu verstehen, wenn man nicht diesen hervoragenden Kommentar-Apparat direkt im Text zur Hand hat. Meine allerwärmste Empfehlung!
Lieber ab, magst du mir nicht verraten, wie Dir Anna Karenina gefallen hat?
F.Q.
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18.08.2010 16:40 |
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Zefira

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Ein offtopic-Kuriosum dazu: Als hier in Fulda Landesgartenschau war, wurden im Schlossgarten ein paar hübsche neue Sachen installiert, darunter auch eine "Klangallee", ein Heckenlabyrinth und anderes mehr. Im Mittelpunkt dieses Heckenlabyrinths gab es einen kleinen Zickzack-Plattenweg, auf dem man, wenn man ihn richtig abschritt, diesen Ausschnitt aus dem Siebzehnten Gesang lesen konnte:
"Von Antlitz glich es einem Biedermann
Und ließ von außen Mild’ und Huld gewahren,
Doch dann fing die Gestalt des Drachen an.
Mit zweien Tatzen, die bedeckt mit Haaren,
Und Rücken, Brust und Seiten, die bemalt
Mit Knoten und mit kleinen Schnörkeln waren;
Vielfarbig, wie kein Werk Arachnes strahlt,
Wie, was auch Türk und Tatar je gewoben,
So bunt doch nichts an Grund und Muster prahlt.
Wie man den Kahn, im Wasser halb, halb oben,
Am Lande sieht an unsrer Flüsse Strand,
Und wie, zum Kampf den Vorderleib erhoben.
Der Biber in der deutschen Fresser Land;
So sah ich jetzt das Ungeheuer, ragend
Und vorgestreckt auf unsers Dammes Rand."
Wie ich später erfahren habe, war dieser Plattenweg mit dem eingeritzten Zitat ein Geschenk an die Stadt Fulda von ihrer Partnerstadt Como. Was sich die Einwohner von Como - wie nennt man die eigentlich? Comasken? - wohl dabei gedacht haben? Dass sie einen Vers aussuchen müssten, in dem Deutsche vorkommen, auch wenn es in äußerst negativem Sinn ist? Hab ich nie verstanden ...
Schönen Gruß von Zefira
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18.08.2010 17:03 |
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ab

Dabei seit: 10.09.2006
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| Zitat: |
Original von Fairy QueenLieber ab, magst du mir nicht verraten, wie Dir Anna Karenina gefallen hat?
F.Q. |
Ganz ausgesprochen gut! Überhaupt ziehe ich persönlich Tolstoi bei weitem Dostojewski vor (wobei ich Tschechow noch mehr schätze).
Allein die Beschreibung, wie der Gutsherr Lewin bei der Feldarbeit mithilft, ist für mich die wunderschönste Stelle Literatur des Realismus, die ich bislang gelesen habe. Ich mag sehr Tolstois unaufdringliche und sparsame Art, wie er Verhaltensweisen mit Charakterzügen kennzeichnet. Was mir allerdings etwas blaß geblieben ist, ist der Charakter der Protagonistin selbst, die ja überhaupt im Laufe ders Romans immer nebensächlicher wird.
Das war im vergangenen Jahr ein genüssliches Urlaubsschmakerl; ganz im Gegensatz zu Th. Manns widerlichem Dr. Faustus diesen Sommer.
__________________ Gruß, ab
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(Rudolf Arnheim)
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20.08.2010 10:53 |
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Fairy Queen


Dabei seit: 27.11.2009
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Lieber ab, was Tolstoi angeht, bin ich ganz und gar deiner Meinung! Für mich eines der grössten Romanwerke aller Zeiten
Ich finde die Titelheldin als solche auch viel blasser als Levin- was aber daran liegen kann, dass sich Tolstoi in Levin als evtl selbst portraitieren wollte? Jedenfalls ist das Paar Kitty/Levin ein eklatanter Kontrast zu Wronski und Anna und mindestens genauso im Mittelpunkt des Romans.
Was den "widerlichen Doktor Faustus" angeht(widerlich finde ich übrigens Anna Kareninas Ehemann!), verstehe ich zwar,dass jemand den larmoyant allwissenden Oberlehrerton nicht ertragen kann, aber gleich "widerlich"? Da gibt es doch sicher einige Germanisten und Thomas Mann-Fans, die Dir vehementest widersprechen werden.
F.Q.
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21.08.2010 11:37 |
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ab

Dabei seit: 10.09.2006
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| Zitat: |
Original von Fairy Queen
Was den "widerlichen Doktor Faustus" angeht(widerlich finde ich übrigens Anna Kareninas Ehemann!), verstehe ich zwar,dass jemand den larmoyant allwissenden Oberlehrerton nicht ertragen kann, aber gleich "widerlich"? Da gibt es doch sicher einige Germanisten und Thomas Mann-Fans, die Dir vehementest widersprechen werden.
F.Q. |
Hoffentlich
..aber eine Person wie Zeitblom, die von sich behauptet, das eigene Leben völlig uninteressant zu finden und nur Interesse daran hat, einer anderen Person Entwicklung nachgehen zu wollen, und dies in fast stasi-mäßiger Manier tut, die kann ich einfach nur wiederwärtig finden, vom seichten Oberlehrerton einmal ganz abgesehen. Irgendwie wäre es mir passender vorgekommen, wenn Mann lieber Zeitblom, und nicht Leverkühn als Dr. Faustus gezeichnet hätte.
Eigentlich habe ich nicht mehr als zwei Stellen halbwegs gut gefunden, die eine, wenn er in alttestamentarischer Manier der genialogischen Aufzählungen (die übrigens inhaltlich und formal dort gar keinen Sinn ergibt und reiner Manierismus bleibt) die ganzen Instrumente des Onkelschen Geschäfts aufreiht, dabei das Xylophon als knochenähnlichem Klang charakterisiert - und dann auch tatsächlich ein paar Absätze später die Assozaiation einlöst und auf Berlioz Sinfonie phantastique zu sprechen kommt. Sonst fehlen solche literaturwertvollen stilistischen Merkmale im Text.
Das andere, was mir durchaus gefallen hat, war die Szene, zwischen Zeitblom und den deutschnationalen Konzertgänger Gilgen Holzschuher, als Dürer=Mann eingeführt, aus München beschreibt : Dieser wettert gegen die politsiche Geschmacklosigkeit, den Deutschen Wagner mit dem Franzosen Berlioz aufzuführen. In kommenden Absatz geht es dann mit der wohl als typisch deutsch gedachten Eigenschaft des Ablenkungsmanövers, nur ja nichts anzusprechen, und nichts beim Namen zu nennen, weiter:
| Zitat: |
| Ich sagte nicht, daß er es sei, der die Dinge politisiere, und daß das Wort "deutsch" heute keineswegs gleichsinnig mit geistiger Reinheit, sondern eine Partei=Parole sei. Ich machte nur geltend, daß eine gute Menge Virtuosentums, welsch oder nicht, doch auch in Wagners international so wohlgelittener Kunst einschlägig sei - und lenkte ihn dann wohltätig ab, indem ich auf einen Artikel über Proportionalitätsprobleme der gotischen Architektur zu sprechen kam, den er kürzlich in der Zeitschrift >Kunst und Künstler< veröffentlicht hatte. Die Höflichkeit, die ich ihm darüber sagte, machte ihn ganz glücklich, weich, unpolitisch und heiter, und ich benutzte diesen seinen gebesserten Zustand, um nicht von ihm zu trennen und meinen Weg nach rechts einzuschlagen, während er links ging. |
(unmittelbar vor der öden Beschreibung des Eifersuchtsmordes in der Straßenbahn in Kapitel XLII)
Diese Anspielung auf die eigene Kälte gegenüber der Person mit ihrer "rechten" Gesinnung, im Gegensatz zu dem "glücklich, weich, unpolitisch und heiter" mit "links", sind solche feinen literarischen Rafinessen, derer ich gerne mehr im Buch gelesen hätte.
(Derartige rein historischen Anspielungen und zeitgeschichtliche Metaphorik wie, dass dieses Gespräch und der anschließende Mord gerade um den Ort der Feldherrenhalle, dem Siegestor und der Universität stattfindet, wo Hitler sich Jahre später bekanntlich als "Größter Feldherr aller Zeiten" ausrufen lassen wird, finde ich nur lächerliche Stoffhuberei; gute Literatur muss etwas mit der Sprache selbst zu tun haben, nicht nur mit dem Bezeichneten. Genauso finde ich es lächerlich, wenn in platten Philosophemen eine Figur bereits im ersten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts in heideggerschem Jargon schwafeln gelassen wird, wo "Sein und Zeit" doch erst 1927 veröffentlich worden ist. Auch diese Namenskreationen, wohl als ironisch indendiert, sind mir auf die Dauer doch recht aufgestoßen.)
Stilistisch bleibt mir auch unerklärlich, wie man inhaltlich das Kunstprinzip, von Schönberg übernommen, proklamieren kann, die Variation so hochzuhalten, dann selbst aber nichts als unzusammenhängenden rhapsodisch formalen Aufbau zu verwenden.
Wenn mir also "einige Germanisten und Thomas Mann-Fans mir vehementest widersprechen" wollen, dann bin ich durchaus auf deren Argumente gespannt, was ich nun an diesem Buch wahrlich gut finden soll.
Was für ein Aufbau hingegen bei Tolstoys Anna Karenina!
__________________ Gruß, ab
Wissen ist Beschreiben können.
(Rudolf Arnheim)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ab: 24.08.2010 11:58.
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24.08.2010 11:55 |
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ab

Dabei seit: 10.09.2006
Beiträge: 6.071
Herkunft: Österreich
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Bei der Beschäftigung mit Paul Cézanne durch Zufall auf folgendes Buch aufmerksam gemacht worden, lese ich nach Jahrzehnte erstmals einmal wieder ein paar Seitchen Handke:
Peter Handke
Die Lehre der Sainte-Victoire
Suhrkamp
__________________ Gruß, ab
Wissen ist Beschreiben können.
(Rudolf Arnheim)
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08.09.2010 09:34 |
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Rachmaninov
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Buch eins habe ich nun durchgehört:

Die teilweise doch extrem überschwenglichen Kritiken kann ich nicht in gänze nachvollziehen!
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Gestern, 08:23 |
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nikolaus
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Ein Detektivroman der anderen Art:
Die eine oder andere Leiche, ein bisschen Momo, ein bisschen Witz und ganz viel surreale Traumwelten...

Charles Unwin plagt sich als kleiner Angestellter in einer weit verzweigten und mächtigen Detektivagentur ab, deren labyrinthisches Gebäude in einer namenlosen, immer verregneten Stadt aufragt. Als der berühmteste Detektiv der Agentur, Travis Sivart, plötzlich vermisst wird, macht man Unwin selbst zum Detektiv, und er muss sich nun um die Aufklärung von Sivarts Verschwinden kümmern. Unwin begibt sich auf eine bizarre Suche nach dem großen Detektiv, die ihn in die dunkelsten Ecken der ewig feuchten, schläfrigen Großstadt führt und mit den seltsamsten Gestalten und Machenschaften konfrontiert. Ein Zusammenstoß mit dem gefürchteten Boss der Unterwelt, Enoch Hoffmann, scheint unausweichlich. Mit Hilfe des "Handbuchs für Detektive" und unterstützt von Emily Doppel muss Unwin vielen Gefahren trotzen und manches Rätsel entwirren, wozu auch gehört, in die Träume eines Mordopfers einzudringen. Unwin gerät in eine schlafwandlerische Welt, in der Bösewichte per Gedankenkontrolle Macht ausüben. Und wer ist die geheimnisvolle junge Frau im karierten Mantel, in die Unwin unsterblich verliebt ist?
Spannend, komisch, unterhaltsam und doppelbödig erzählt Jedediah Berry in seinem Debütroman einen Krimi aus einer Traumwelt, als hätte man Kafka und Borges gebeten, gemeinsam einen Detektivroman zu schreiben. Eine Art Fantasy Noir, ein Buch im Buch, eine Traumreise und ein intelligentes Lesevergnügen voller Anspielungen und Verweise.
Nikolaus
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M. Sauvageot
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Gestern, 09:39 |
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Jeremias
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Original von Rachmaninov
Buch eins habe ich nun durchgehört:

Die teilweise doch extrem überschwenglichen Kritiken kann ich nicht in gänze nachvollziehen! |
Ich habe das Buch verschlungen, Teil 2 und 3 hinterher... die Filme sind auch toll!
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Gestern, 09:58 |
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Rachmaninov
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Original von Jeremias
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Original von Rachmaninov
Buch eins habe ich nun durchgehört:

Die teilweise doch extrem überschwenglichen Kritiken kann ich nicht in gänze nachvollziehen! |
Ich habe das Buch verschlungen, Teil 2 und 3 hinterher... die Filme sind auch toll! |
Ziemlich viel Werbung,. teilweise Charaktere, die zu Superhelden in ihren Fähigkeiten dargestellt werden und sogar noch das "In den Tod" treiben von Bösewichten durchaus als "heroischen" Akt darzustellen empfinde ich dann durchaus als bedenklich.
Die genaue Beschreibung von brutaler Gewalt ist sicherlich Geschmacksach.
Das aber eine Erklärung zu den eigendlichen Gründen bzgl. Vormundschaft bei der Ermittlerin ausbleibt, wo dies doch durch das gesamte Buch thematisiert wird erscheint mir einfach nur mäßig.
Die Auflösung des Falls in Band eins war doch recht früh offensichtlich und dann doch so einfach, dass man sich wundern musste über die angebliche mühevolle Untersuichung eines Kommissars, der fast 40 Jahre am Fall arbeitete ..... Aber okay, das war halt der Stoff für den Roman!
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Gestern, 11:47 |
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Jeremias
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Dann lies mal oder hör mal Band 2 ;)
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Rachmaninov
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Original von Jeremias
Dann lies mal oder hör mal Band 2 ;) |
Bin ich dabei! Mir ist auch schon klar wer anstelle von L. Salander entführt wird. *gähn*
Bin übrigends überrascht das Du als Jurist Büche toll findest in dem doch recht drastische Formen von SELBSTJUSTIZ und ein hohes Maß an Kriminellenhandlungen doch ihr Verhalten prägt.
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Heute, 07:53 |
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