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cellodil


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RE: Peter Wehle/Haydn, Haydn über alles Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von Sarastro
Liebe Sabine,
ist das mehr eine Biographie, oder steht auch was zum Werk drin? Und inwiefern ist das ein "Lesebuch zum Nachschlagen"? Weil es vielleicht einen ordentlichen Index hat? Sind auch Notenbeispiele drin?
Na ja, ich ahne es schon, ich bin da mit meinem Finscher offenbar besser bedient ...

Herzliche Grüße,
Sarastro


Lieber Sarastro,

das Buch hat zwei Teile. Der erste Teil erzählt die Biografie, der zweite Teil ist ein alphabetisches Lexikon (Titel: Haydn von A bis Z) mit kurzen Artikeln zu Stichwörtern wie "Kaiserhymne" oder "Trauersymphonie".

Da steht dann zum Beispiel:

Trauersymphonie; Symphonie in e-Moll, Hob. I:44, um 1771
Traurig? Nein, eher düster, mit einem Schuss Aggression. Angeblich soll sich Haydn das Adagio dieser Symphonie als Totenmusik auf seinem Begräbnis gewünscht haben, eine etwas eigenwillige Interpretation des Begriffs "Vorsorge".


Wie gesagt: Eine ziemliche Luftnummer. Nicht gerade erhellend und zu gewollt und zu wenig geistvoll, um witzig zu sein.

Liebe Grüße

Sabine

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William Shakespeare, The Tragedy of Hamlet Prince of Denmark, Vii
06.12.2008 18:03 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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Aus gegebenem Anlaß: E.T.A. Hoffmann.
Habe gestern "Nußknacker und Mausekönig" gelesen und mache mich heute an "Klein Zaches genannt Zinober".

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Man muß an alle Dinge mit dem nötigen Leck-mich-am-Arsch-Gefühl rangehen...  smiley16  
15.12.2008 09:53 Solitaire ist offline Beiträge von Solitaire suchen Nehmen Sie Solitaire in Ihre Freundesliste auf
cellodil


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Gerade gelesen...


Edelgard Spaude
Mord im Kurpark
Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek bei Hamburg, 2. Auflage (2008)
SBN-10: 3499245507
ISBN-13: 978-3499245503


Der Naturfotograf Silvio Gerstenbach liegt tot in seinem Tarnzelt im Badenweiler Kurpark. Die Leiche wird von "Würschtle-Herbert" Fehringer gefunden. Fehringer, der sich nach Jahrzehnten als Bratwurstverkäufer auf dem Freiburger Münstermarkt zur Ruhe gesetzt hat, weilt mit seiner Frau Gundi wegen der Bandscheiben zur Kur in Badenweiler und kann sich mit der Eintönigkeit des Rentner- und Kurgastlebens nicht so recht anfreunden. Als sich herausstellt, dass Silvio, der zu Lebzeiten ein ziemliches Ekelpaket war, keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern in seinem Zelt ermordet wurde, ist das für den leutseligen und geschwätzigen Herbert erst einmal eine willkommene Abwechslung.

Weniger willkommen ist der aufdringliche Hobby-Ermittler Fehringer den beiden Kriminalbeamten aus Freiburg, die den Mord an Gerstenbach aufklären sollen. Zumal Reinhold Lorenz, der unlängst von seiner Frau verlassen wurde, derzeit ohnehin keine sonderlich gute Laune hat, was auch dessen Assistent deutlich zu spüren bekommt. Assistent Thiele wiederum ist verzückt von der Wirtstochter Sonja und fortan ist ihm jeder Vorwand recht, um in deren Nähe zu sein, was seinen Chef bisweilen irritiert, denn der ahnt von Thieles Gefühlen nichts.

Lorenz und Thiele tun sich mit dem Fall des toten Fotografen schwer. Zu viele hätten ein Motiv gehabt, den fotografierenden Widerling, der wahrscheinlich mit Erpressung ein üppiges Zubrot verdient hat, ins Jenseits zu befördern. Und die Alibis sind alle mehr als wackelig...

Die Krimihandlung ist - wie auch der Mikrokosmos Kurort - letztlich nur die Plattform für Spaudes liebevoll und mit Empathie gezeichnete Hauptfigur, den Freiburger Kriminaler Lorenz, der sich nicht nur mit seinem heimlich verliebten Assistenten Thiele zusammenraufen und den aufdringlichen und geschwätzigen Hobby-Detektiv "Würschtle-Herbert" Fehringer in Zaum halten muss, sondern der mit dem Abgang seiner langjährigen Ehefrau zurecht kommen muss. Dieser Verlust der Lebensgefährtin beschäftigt Lorenz nämlich deutlich mehr als die Aufklärung des Mordfalles. Fast alles, was ihm während seiner Ermittlungen begegnet, verbindet er mit Grübeleien über seine Beziehung, beziehungsweise darüber, was zu deren Ende geführt haben könnte. Lorenz ist ein Ermittler in einer Lebenskrise, die sein ganzes Denken (vielleicht sogar sein ganzes Sein) bestimmt, die er aber nicht (oder kaum) nach außen kommuniziert, sondern sie vor seinem Umfeld möglichst zu verbergen und mit sich alleine abzumachen versucht.

Ein sehr schwacher und spannungsarmer Krimi, aber eine witzige und schön entwickelte Hauptfigur und deshalb ein durchaus unterhaltsames Buch.

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17.12.2008 20:27 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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Ein Buch, auf das die Welt getrost verzichten kann, hingegen der zweite Krimi mit (vor allem) süddeutschem Lokalkolorit:


Wolfgang Schorlau
Die blaue Liste - Denglers erster Fall
Verlag: Kiepenheuer & Witsch; Auflage: 1 (15. März 2005)
ISBN-10: 3462034790
ISBN-13: 978-3462034790


Schorlaus Krimi ist eine Aneinanderreihung von Versatzstücken, die mal pseudowitzig, mal pseudoaufgeregt daherkommen. Mich hat das Buch und die mangelnden erzählerischen Fähigkeiten des Autors so gelangweilt, dass ich es nach der Hälfte dem Papiermüll überantwortet habe.

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17.12.2008 20:42 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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Erik Fosnes Hansen erzählt mit großem Einfühlungsvermögen und beeindruckender poetischer Kraft von einer Außenseiterin, die sich gegen Vorurteile und Ausgrenzung durchsetzt. Ein Roman, geschrieben in einer Sprache, die sich sofort in Bilder und Gefühle verwandelt.
Am 13.12.1912 kommt in einem kleinen Dorf in Norwegen ein Kind zur Welt, das über und über mit feinem, hellblondem Haar bedeckt ist. Die Mutter stirbt bei der Geburt, und der Vater, Stationsmeister Arctander, ein harter und pflichtbewusster Mann, will zunächst nichts von seiner Tochter wissen.
Eva, die der Leser sofort ins Herz schließt, leidet an einer seltenen Krankheit, einem Gendefekt, durch den ihr ganzer Körper behaart ist. Ein interessanter Fall für die Wissenschaft, doch zunächst ein Problem für Stationsmeister Arctander und eine Handvoll Eingeweihter, die sich um das Baby sorgen. Arctander, in tiefer Trauer um seine geliebte Frau, ekelt und schämt sich, und das Kind wird versteckt. Gleichwohl verbreitet sich die Kunde des seltsamen Mädchens wie ein Lauffeuer im Dorf. Eine Amme wird gefunden, die sich liebevoll kümmert, und auch Apothekerin Birgerson und der Arzt Dr. Levin stehen dem Kind zur Seite. So wächst Eva heran: Abgeschottet von den neugierigen Blicken der Dorfbewohner und ohne Kontakt nach draußen schafft sie sich eine eigene Welt, bis sie, zunächst schüchtern, doch dann mit großer Durchsetzungskraft, der Enge ihres Zimmers immer mehr zu entfliehen beginnt.


Ungefähr Halbzeit, bisheriger Eindruck:
Ein Buch, das ich sehr gerne lese.
Sehr bildhafte Sprache, gut konstruiert und irgendwie "herzerwärmend".

Nikolaus.

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von nikolaus: 17.12.2008 20:58.

17.12.2008 20:56 nikolaus ist offline E-Mail an nikolaus senden Beiträge von nikolaus suchen Nehmen Sie nikolaus in Ihre Freundesliste auf
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Gerade gelesen: Der zweite "Schwarzwald-Krimi" von Edelgard Spaude

Edelgard Spaude
Spießgesellen - Ein Schwarzwald-Krimi
Rowohlt Taschenbuch, Reinbek bei Hamburg (Juni 2008)
ISBN-10: 3499247038
ISBN-13: 978-3499247033


"Würschtle-Herbert", ehemaliger Besitzer eines Bratwurststandes auf dem Freiburger Münstermarkt, stolpert beim traditionellen "Lorenzemärt", einem mehrtägigen Dorffest in Ehrenstetten im Markgräfler Land, beim Pinkeln hinter dem Schuppen des Anglervereins über die Leiche des Freiburger Juraprofessors Türheim. Im Rücken des Toten steckt ein Grillspieß. Herbert, der leidenschaftliche Hobbyermittler verständigt die Freiburger Mordkommission.

Dort halten Kommissar Lorenz und dessen Assistent Matthias Thiele Herberts Anruf zunächst für einen schlechten Scherz, machen sich dann aber doch auf den Weg ins Markgräfler Land.

Die Ermittlungen von Lorenz, Thiele und Fehringer fördern allerlei Zwielichtiges zu Tage. Nicht nur, dass Professorengattin Helga diverse Liebhaber zu haben scheint und zusammen mit Bauunternehmer Jünger, Türheims angeblich besten Freund, im Visier des Betrugsdezernats ist, sondern Türheim selbst scheint eine maßgebliche Rolle im illegalen Handel mit antikem (gestohlenem) Kulturgut gespielt zu haben. Außerdem hatte er ein Verhältnis mit der rumänischen Hausangestellten Hanna. Die einzige, die nichts Negatives über das Mordopfer zu berichten hat, ist dessen treuergebene Sekretärin...

Die Mordermittlungen bringt das alles freilich nicht so recht voran. Lorenz fühlt sich wie der Depp in einem Schmierentheaterstück...

Spaudes zweiter Kriminalroman fehlt nicht nur die Spannung, sondern er ist leider nicht einmal unterhaltsam, sondern nur noch zäh, geschwätzig, unfokussiert und langweilig.

Kein Buch, das man gelesen haben müsste...

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20.12.2008 19:27 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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Carlos Ruiz Zafón / Das Spiel des Engels Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen


Gebundene Ausgabe: 720 Seiten
Verlag: S. Fischer; Auflage: 1., Aufl.
ISBN-10: 3100954009
ISBN-13: 978-3100954008


Carlos Ruiz Zafóns Debutroman Der Schatten des Windes hatte ich vor ein paar Jahren an einem einzigen Tag verschlungen und seither sehnsüchtig auf das Erscheinen des damals noch ungeschriebenen zweiten Romans gewartet. Letze Nacht habe ich angefangen, Das Spiel des Engels zu lesen. Und jetzt muss ich schnell weiterlesen...

Liebe Grüße

Sabine

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28.12.2008 09:53 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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RE: Carlos Ruiz Zafón / Das Spiel des Engels Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von cellodil

Carlos Ruiz Zafóns Debutroman Der Schatten des Windes hatte ich vor ein paar Jahren an einem einzigen Tag verschlungen


großes Grinsen beer

Bitte berichte über den neuen!!! danke

Ich habe gerade dieses angefangen:



Anna Enquist: Kontrapunkt

Hörte sie nicht den Schmerz in dieser schlichten Melodie? Eine Mutter will die Erinnerung an ihre tragisch verstorbene Tochter lebendig erhalten. Sie stemmt sich gegen die verstreichende Zeit - und verzweifelt fast daran. Erst als sie, die ausgebildete Pianistin, wieder beginnt, Bachs Goldberg-Variationen am Klavier einzustudieren, erkennt sie, dass ihr die intensive Auseinandersetzung mit der Musik eine Brücke zu ihrer Tochter sein kann. Nichts ist schmerzlicher als der Verlust eines geliebten Menschen. Und nichts ist schrecklicher als das allmähliche Verblassen der Erinnerung an ihn. Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter will sich die Mutter nicht damit abfinden, dass ihr die verstreichende Zeit die Erinnerungen nimmt oder verfälscht, dass sie mit der Vergangenheit abschließen und in die Zukunft blicken soll. Nein, sie will die Vergangenheit, in allen Einzelheiten will sie ihre geliebte Tochter sehen, lebendig, als Baby, als Mädchen, als junge Frau. Dann nimmt sie sich zum ersten Mal seit ihrer Zeit am Konservatorium die Goldberg-Variationen von Bach wieder vor, kauft Partituren, schreibt Fingersätze, beschäftigt sich mit Bachs Leben. Spielt und interpretiert. Dreißig Variationen, eine Aria am Anfang und am Schluss. Und das Wunder geschieht: Die Harmonie, die Vielstimmigkeit, die verschiedenen Formen und Klänge von Bachs Musik evozieren und begleiten Szenen aus dem Leben mit ihrer Tochter, von der Geburt bis zum Studienabschlussfest, Familienferien zu viert mit Mann und Sohn, Meinungsverschiedenheiten und Augenblicke größter Nähe. Selten wurden bisher so intensiv und klar Leben und Musik in eins gesetzt, und selten berührte ein Buch so tief.

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28.12.2008 21:11 nikolaus ist offline E-Mail an nikolaus senden Beiträge von nikolaus suchen Nehmen Sie nikolaus in Ihre Freundesliste auf
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RE: Carlos Ruiz Zafón / Das Spiel des Engels Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von nikolaus
Zitat:
Original von cellodil

Carlos Ruiz Zafóns Debutroman Der Schatten des Windes hatte ich vor ein paar Jahren an einem einzigen Tag verschlungen


großes Grinsen beer

Bitte berichte über den neuen!!! danke


Lieber Nikolaus,

ich hatte zunächst befürchtet, dass der neue Zafón ein Abklatsch oder Aufguss des ersten sein könnte. Und es gibt tatsächlich einige Parallelen zwischen den Büchern. Wieder geht es um Literatur und Realität und um das verschwimmen der Grenze zwischen beidem. Trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass Zafón einfach auf die Schnelle nichts Neues eingefallen ist und er deshalb seine alte Geschichte nur unwesentlich variiert. Auf mich hat Das Spiel des Engels bislang zumindest eine ebenso starke Sogwirkung wie Zafóns Erstling. Versuche, mir die Lektüre einzuteilen, um das Buch länger genießen zu können.

Zwischenbilanz: Unbedingt lesen! 10times10

Zitat:
Original von nikolaus
Ich habe gerade dieses angefangen:



Anna Enquist: Kontrapunkt


... das, was Du über das Buch schreibst, macht mich neugierig (zumal ich das gerade bei den Goldberg-Variationen auch gut nachvollziehen kann). Werde mal schauen, ob mein Buchhändler das vorrätig hat, damit ich mal reinschauen kann.

Liebe Grüße

Sabine Winken

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29.12.2008 22:30 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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RE: Carlos Ruiz Zafón / Das Spiel des Engels Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von nikolaus
Zitat:
Original von cellodil

Carlos Ruiz Zafóns Debutroman Der Schatten des Windes hatte ich vor ein paar Jahren an einem einzigen Tag verschlungen


großes Grinsen beer

Bitte berichte über den neuen!!! danke


Noch ein Nachtrag, nachdem ich Das Spiel des Engels nun ganz gelesen habe: So spannend und packend das Buch, so befremdlich der Schluss, der mich leider nicht so recht überzeugen konnte.

Trotzdem ein Lesegenuss.

Liebe Grüße

Sabine

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03.01.2009 16:06 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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Mit Feuereifer dabei:

Bruno Monsaingeon
Swjatoslaw Richter
Mein Leben, meine Musik



Danke für den Tipp! danke

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Gruß, ab

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(Rudolf Arnheim)
07.01.2009 10:35 ab ist offline E-Mail an ab senden Beiträge von ab suchen Nehmen Sie ab in Ihre Freundesliste auf
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Anna Enquist / Kontrapunkt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von nikolaus
Ich habe gerade dieses angefangen:



Anna Enquist: Kontrapunkt

Hörte sie nicht den Schmerz in dieser schlichten Melodie? Eine Mutter will die Erinnerung an ihre tragisch verstorbene Tochter lebendig erhalten. Sie stemmt sich gegen die verstreichende Zeit - und verzweifelt fast daran. Erst als sie, die ausgebildete Pianistin, wieder beginnt, Bachs Goldberg-Variationen am Klavier einzustudieren, erkennt sie, dass ihr die intensive Auseinandersetzung mit der Musik eine Brücke zu ihrer Tochter sein kann. Nichts ist schmerzlicher als der Verlust eines geliebten Menschen. Und nichts ist schrecklicher als das allmähliche Verblassen der Erinnerung an ihn. Nach dem tragischen Tod ihrer Tochter will sich die Mutter nicht damit abfinden, dass ihr die verstreichende Zeit die Erinnerungen nimmt oder verfälscht, dass sie mit der Vergangenheit abschließen und in die Zukunft blicken soll. Nein, sie will die Vergangenheit, in allen Einzelheiten will sie ihre geliebte Tochter sehen, lebendig, als Baby, als Mädchen, als junge Frau. Dann nimmt sie sich zum ersten Mal seit ihrer Zeit am Konservatorium die Goldberg-Variationen von Bach wieder vor, kauft Partituren, schreibt Fingersätze, beschäftigt sich mit Bachs Leben. Spielt und interpretiert. Dreißig Variationen, eine Aria am Anfang und am Schluss. Und das Wunder geschieht: Die Harmonie, die Vielstimmigkeit, die verschiedenen Formen und Klänge von Bachs Musik evozieren und begleiten Szenen aus dem Leben mit ihrer Tochter, von der Geburt bis zum Studienabschlussfest, Familienferien zu viert mit Mann und Sohn, Meinungsverschiedenheiten und Augenblicke größter Nähe. Selten wurden bisher so intensiv und klar Leben und Musik in eins gesetzt, und selten berührte ein Buch so tief.


Lieber Nikolaus,

ich habe das Buch ja inzwischen geschenkt bekommen und auch zum Teil gelesen. Ich finde den Ansatz ganz spannend und der Stil ist auch eindringlich, zumindest die Sprache in der deutschen Übersetzung hat fast schon etwas Bach'sches. Habe das Buch jetzt dennoch nach einem Drittel abgebrochen, weil mir diese Geschichte im Moment einfach zu heftig ist.

Liebe Grüße

Sabine

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von cellodil: 07.01.2009 22:16.

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RE: Anna Enquist / Kontrapunkt Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Liebe Sabine!

Danke für diese Einschätzung.
Das bestätigt meinen Entschluss, es auch erstmal "reifen" zu lassen. Die Zeit wird kommen...

Gruß, Nikolaus.

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07.01.2009 23:32 nikolaus ist offline E-Mail an nikolaus senden Beiträge von nikolaus suchen Nehmen Sie nikolaus in Ihre Freundesliste auf
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Denis Guedj / Das Theorem des Papageis Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Letzte Nacht angefangen:


Denis Guedj, Das Theorem des Papageis
Übersetzung: Bernd Wilczek
Broschiert: 752 Seiten
Lübbe; Auflage: 1 (11. Dezember 2007)
ISBN-10: 3404922743
ISBN-13: 978-3404922741


Habe erst knapp 50 Seiten gelesen und deshalb ist es schwer zu sagen, wo die Reise hingehen wird. Es scheint, als wenn der taube Junge Max und ein vor finsteren Häschern geretteter und von Max adoptierter Papagei, der behauptet, nichts ohne seinen Advokaten sagen zu wollen (wobei er freilich nicht an Rechtsbeistand denkt, sondern Avocados meint), im Zentrum (vielleicht nicht des ganzen Romans, aber doch zumindest) eines Handlungsstranges stehen würden. Wichtig scheint auch eine dem alten und behinderten Buchhändler Monsieur Ruche angekündigte Sendung einer mathematischen Bibliothek (Autor Guedj ist Mathematiker und Professor für Wissenschaftsgeschichte in Paris) zu sein, die allerdings vielleicht schon auf dem Transport von Brasilien nach Europa im Meer versunken sein könnte...

Bislang auf jeden Fall eine recht amüsante und kurzweilige Lektüre und ein Einstieg der neugierig macht, wo das alles hinführen wird.

Liebe Grüße

Sabine

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08.01.2009 20:46 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
Gerion Gerion ist männlich


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Bei mir derzeit (nach krankheitsbedingter Abstinenz und neben meiner Schmidt-Lektüre):



Martin Geck: Ludwig von Beethoven.

Die Kurzbiographie ist recht anschaulich geschrieben. Ich glaube, ich mag Geck's Schreibstil. Seine Bach-Biographie liegt noch im "Wartestapel".

Natürlich ist das kein unglaublich umfangreiches Werk, aber auf ~190 Seiten werden gute Basisinformationen geliefert, und ein guter Anhang erschließt weitere Literaturquellen. Ein Mini-Werkverzeichnis verweist auf die Stellen des Buchs, an denen das Werk behandelt wird. Insgesamt ein für den ersten Zugriff und die Erlangung von Basisinformationen ideales Buch.

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Gerion: 09.01.2009 08:10.

09.01.2009 08:02 Gerion ist offline E-Mail an Gerion senden Beiträge von Gerion suchen Nehmen Sie Gerion in Ihre Freundesliste auf
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RE: Denis Guedj / Das Theorem des Papageis Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Zitat:
Original von cellodil
Letzte Nacht angefangen:


Denis Guedj, Das Theorem des Papageis
Übersetzung: Bernd Wilczek
Broschiert: 752 Seiten
Lübbe; Auflage: 1 (11. Dezember 2007)
ISBN-10: 3404922743
ISBN-13: 978-3404922741


Habe erst knapp 50 Seiten gelesen und deshalb ist es schwer zu sagen, wo die Reise hingehen wird. Es scheint, als wenn der taube Junge Max und ein vor finsteren Häschern geretteter und von Max adoptierter Papagei, der behauptet, nichts ohne seinen Advokaten sagen zu wollen (wobei er freilich nicht an Rechtsbeistand denkt, sondern Avocados meint), im Zentrum (vielleicht nicht des ganzen Romans, aber doch zumindest) eines Handlungsstranges stehen würden. Wichtig scheint auch eine dem alten und behinderten Buchhändler Monsieur Ruche angekündigte Sendung einer mathematischen Bibliothek (Autor Guedj ist Mathematiker und Professor für Wissenschaftsgeschichte in Paris) zu sein, die allerdings vielleicht schon auf dem Transport von Brasilien nach Europa im Meer versunken sein könnte...

Bislang auf jeden Fall eine recht amüsante und kurzweilige Lektüre und ein Einstieg der neugierig macht, wo das alles hinführen wird....


... inzwischen ist meine Lektüre weiter fortgeschritten. Im Grunde ist Guedjs Roman eine äußerst amüsant und kurzweilig erzählte (und auch für Laien verständlich aufbereitete) Wissenschaftsgeschichte der Mathematik, um die herum sich eine eher spärliche Romanhandlung schlängelt. Mir macht das Buch trotzdem Spaß, weil mich Mathematik und Wissenschaftsgeschichte interessieren, aber ein Roman ist das eher nicht.

Liebe Grüße

Sabine

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13.01.2009 18:48 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
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Glenn Gould:
Von Bach bis Boulez
Schriften zur Musik 1
Hrsg. und mit einer Einleitung von Tim Page, Deutsch von Hans-Joachim Metzger
Frankfurt am Main, Zweitausendeins 2003.

Wie ich an den Ziffern ober erkennen muss, vor gut fünf Jahren gekauft und erst jetzt aus der Verschweißung herausgelöst.
Oh Jahre, wohin seid ihr entschwunden...



__________________
Gruß, ab

Wissen ist Beschreiben können.
(Rudolf Arnheim)

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29.01.2009 21:53 ab ist offline E-Mail an ab senden Beiträge von ab suchen Nehmen Sie ab in Ihre Freundesliste auf
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Ich habe einmal verschiedene Texte aus seinem zweiten Buch "Vom Konzertsaal zum Tonstudio" gelesen. Als ganzes war mir das damals zu viel, ich mochte damals auch Gould noch nicht so gerne und teilte seine Ansichten nicht wirklich. Das ist auch jetzt noch so, obwohl ich ihn mittlerweile als Mensch und natürlich Pianist sehr schätze.

Erzählt er in "Von Bach bis Boulez" seine Eindrücke von verschiedenen Komponisten, gewissermaßen als "Lexikon", oder ist das ein richtiger Roman?


Ach, ich lese gerade (und bin schon ganz schön lange damit beschäftigt!smile ) ganz "klassisch" Dostojewski: Die Brüder Karamasow

Grüße Kreisler

__________________
von eurem kreislerianer

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von kreisler: 29.01.2009 23:15.

29.01.2009 23:12 kreisler ist offline Beiträge von kreisler suchen Nehmen Sie kreisler in Ihre Freundesliste auf
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Andrew Kazdin / Glenn Gould Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Im Moment gibt es bei 2001 im Ramsch gerade das hier:



Kazdin, Andrew
Glenn Gould
"Eine fesselnde und ergreifende Biografie" (Newsday). 15 Jahre lang betreute Andrew Kazdin als Produzent bei CBS Masterworks sämtliche Schallplattenaufnahmen Goulds. In diesem feinsinnigen, faktenreichen und außergewöhnlichen Porträt, erzählt Kazdin, wie Gould im Studio arbeitet, wie er übt, seinen Flügel präpariert, von Goulds Überspanntheit, seine Rücksichtslosigkeit und Naivität, der unglaublichen Diskrepanz zwischen höchstentwickeltem Intellekt und unkontrollierbarer Emotionalität. "Ein fesselndes und ergreifendes Buch über einen Musiker, dessen Genie durch ein bisschen Menschlichkeit keinerlei Abbruch getan werden kann" (Newsday). "Hut ab, Gentlemen" (Der Spiegel). 210 Seiten.


Kennt das jemand von Euch? Ist das lohnend?

Liebe Grüße

Sabine

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... the rest is silence
William Shakespeare, The Tragedy of Hamlet Prince of Denmark, Vii
29.01.2009 23:40 cellodil ist offline E-Mail an cellodil senden Beiträge von cellodil suchen Nehmen Sie cellodil in Ihre Freundesliste auf
ab ab ist männlich


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Zitat:
Original von Amadeus Kreisler
Erzählt er in "Von Bach bis Boulez" seine Eindrücke von verschiedenen Komponisten, gewissermaßen als "Lexikon", oder ist das ein richtiger Roman?


Nein, weder noch, das sind überwiegend seine Plattenbeiheft-Texte...

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Gruß, ab

Wissen ist Beschreiben können.
(Rudolf Arnheim)
29.01.2009 23:48 ab ist offline E-Mail an ab senden Beiträge von ab suchen Nehmen Sie ab in Ihre Freundesliste auf
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